Aktuell wird nur 1% der Gebäude energetisch saniert

Infografik EVO

Rund drei Viertel der Wohngebäude in Deutschland wurden vor der ersten Wärmeschutzverordnung gebaut, die am 1. November 1977 in Kraft trat. Bis zu diesem Zeitpunkt gab es in Deutschland keine öffentlich-rechtlichen Vorschriften für den energiesparenden Wärmeschutz von Gebäuden. Entsprechend groß ist das Potenzial für Energieeinsparungen bei einem Großteil der Gebäude – nicht nur bei der Wärmedämmung, sondern auch bei der Heiztechnologie. Dennoch kommt die dringend benötigte Wärmewende viel zu langsam in Fahrt. Auch die von der Bundesregierung angestrebte Verdoppelung der jährlichen Sanierungsrate von 1 auf 2 Prozent zeichnet sich bislang kaum ab.

Um die Klimaziele zu erreichen, ist ein Ausbau erneuerbarer Energien auch im Gebäudesektor notwendig. Laut Umweltbundesamt stieg der Anteil der erneuerbaren Energien am Bruttostromverbrauch von 31,6 Prozent (2016) auf 36,2 Prozent (2017) stark an, während die erneuerbaren Energien im Wärme- und Verkehrssektor stagnierten. Der Anteil der erneuerbaren Energien am Wärmeverbrauch sank 2017 sogar, um 0,3 Prozentpunkte auf 12,9 Prozent.